Gesunde Pferde, glückliche Besitzer: Welche Nebenwirkung hat Magnesium für Pferde und wie kann sie vermieden werden?

Welche Nebenwirkung hat Magnesium für Pferde und wie kann sie vermieden werden?

Die Bedeutung von Magnesium für den Organismus ist von essentieller Natur. Dieser Mikronährstoff ist verantwortlich für zahlreiche Prozesse im Körper. Ein Mangel an Magnesium kann schwerwiegende Konsequenzen haben, insbesondere im Kontext des Reitsports, wo die Wichtigkeit dieses Elements zunehmend erkannt wird. Der Organismus eines Pferdes ist ebenso auf Magnesium angewiesen, und es stellt sich die Frage: Wie hoch ist der Magnesiumbedarf bei diesen majestätischen Tieren?

Wie können Pferde ihren Bedarf an diesem essenziellen Mikronährstoff decken und welche Möglichkeiten gibt es, zusätzliches Magnesium zuzuführen?

Ein Blick auf den Magnesiumbedarf bei Pferden:

  • Magnesiumzufuhr hat nachweislich eine beruhigende Wirkung auf Pferde.
  • Pferde, die stark schwitzen oder unter erhöhtem Stress stehen, benötigen möglicherweise eine erhöhte Magnesiumzufuhr.
  • Mineralfutter kann eine zusätzliche Quelle für Magnesium sein.
  • Der tägliche Bedarf an Magnesium für Pferde variiert je nach Gewicht und individuellen Bedürfnissen zwischen zwei und zehn Gramm.
  • Ein Tierarzt kann den Magnesiumspiegel im Blut des Pferdes bestimmen.

Magnesium zur Entspannung der Pferde

Es ist erwiesen, dass Magnesium eine beruhigende Wirkung auf Pferde in Stresssituationen hat. In stressigen Situationen kann dieser Mikronährstoff dazu beitragen, die Situation zu entschärfen und das Pferd zu beruhigen. Besonders bei der Ausbildung junger Sportpferde stellt ein nervöses Verhalten eine große Herausforderung dar. Die ersten Erfahrungen im Gelände, der Transport in einem Pferdeanhänger oder die Teilnahme an Turnieren können Stress auslösen, was zu einer verstärkten Ausschüttung von Stresshormonen führt. Viele Pferde reagieren in solchen Situationen nervös und zeigen ein unruhiges Verhalten, was ein entspanntes Vorwärts-Abwärts oft unmöglich macht.

Pferde und ihr Bedarf an Magnesium

Der Magnesiumbedarf von Pferden Magnesium spielt eine zentrale Rolle im Körper der Pferde. Es ist entscheidend für die Aktivität zahlreicher Enzyme, die Energiebereitstellung und die Muskelspannung. Zudem ist es unerlässlich für das Nerven- und Muskelgewebe sowie für die Bildung von Knochen und Sehnen. Besonders bei jungen Pferden, die noch wachsen und erhöhten Anforderungen ausgesetzt sind, ist eine ausreichende Magnesiumversorgung unerlässlich. Magnesium hat auch eine beruhigende Wirkung auf die Nerven; nervöse Pferde können deutlich ruhiger werden, da der Mikronährstoff die Weiterleitung von Reizen im Nervensystem hemmt.

Ein Mangel an Magnesium kann verschiedene Symptome wie Verspannungen, gesteigerte Nervosität, geschwollene Beine, Antriebslosigkeit, mangelnde Kooperationsbereitschaft unter dem Sattel sowie Verdauungs- und Atemprobleme verursachen.

Der tägliche Bedarf an Magnesium bei Pferden hängt vom Ausgangsgewicht und den Anforderungen des Besitzers ab. Sportpferde, die stark schwitzen, haben einen höheren Bedarf als Artgenossen gleichen Gewichts, die nur leicht trainiert werden. Daher variiert der tägliche Bedarf zwischen zwei und zehn Gramm, je nach Rasse, Gewicht, täglicher Futteraufnahme und sportlicher Leistungsfähigkeit.

 

Wie nehmen Pferde Magnesium auf und wann ist eine zusätzliche Magnesiumzufuhr erforderlich?

Pferde, die ausreichend Zugang zu Raufutter haben, können normalerweise ihren täglichen Magnesiumbedarf durch ihre normale Futteraufnahme decken. Allerdings stehen viele Pferde heutzutage auf überdüngten Weiden, auf denen weniger grasende Pflanzen wachsen als früher. Selbst beim Füttern von abendlichem Heu im Stall, das von ähnlichen Weiden stammt, kann es zu einem Mangel an diesem Mikronährstoff kommen. In solchen Fällen kann eine Ergänzung mit Magnesium sinnvoll sein.

Während der Turniersaison im Frühjahr und Sommer, wenn die Pferde vermehrt schwitzen, ist eine zusätzliche Magnesiumzufuhr ratsam, da der Mineralstoff vermehrt über den Schweiß ausgeschieden wird. Auch in Stresssituationen wie Stall- oder Herdenwechseln, langen oder ungewohnten Transporten, Durchfallerkrankungen oder zu Beginn der Turniersaison kann ein erhöhter Magnesiumbedarf auftreten. Dies betrifft auch tragende und säugende Stuten.

Junge Pferde, die ihre ersten Turniersaisons bestreiten, haben einen besonders hohen Bedarf. Die neue Situation auf dem Turnierplatz mit vielen Eindrücken, dem Transport und den vielen fremden Pferden und Menschen kann den Fluchtinstinkt des Pferdes stark ansprechen, was zu einem erhöhten Adrenalinspiegel und einer gesteigerten Fettverbrennung führt. Die Fettsäuren im Gewebe sind mit Magnesium verbunden, das durch die erhöhte Verbrennung vermehrt ausgeschieden wird.

Für die zusätzliche Zufütterung eignen sich Leinsamen, Weizenkleie und Bierhefe sowie klassisches Mineralfutter mit einem hohen Magnesiumgehalt.

 

Mögliche Nebenwirkung von Magnesium bei Pferden

Bei der Verwendung von Magnesium für Pferde ist es wichtig, sich bewusst zu sein, dass eine übermäßige Zufuhr von Magnesium auch Nebenwirkungen haben kann. Hier sind einige mögliche Nebenwirkungen, die bei einer zu hohen Magnesiumaufnahme auftreten können:

Nebenwirkung Beschreibung
Durchfall Eine übermäßige Menge an Magnesium kann zu Durchfall führen. Dies kann zu Dehydrierung und Elektrolytungleichgewicht führen, was für das Pferd gefährlich sein kann.
Verminderte Nährstoffaufnahme Ein Überschuss an Magnesium kann die Aufnahme anderer wichtiger Nährstoffe im Verdauungssystem des Pferdes beeinträchtigen. Dies kann zu Mangelerscheinungen und einer beeinträchtigten Gesundheit führen.
Störungen des Calciumstoffwechsels Ein Ungleichgewicht zwischen Magnesium und Calcium kann zu Störungen im Calciumstoffwechsel führen. Dies kann sich negativ auf die Knochengesundheit und das Muskelgewebe auswirken.

Symptome von Magnesiumüberschuss beim Pferd

Ein Magnesiumüberschuss beim Pferd kann sich durch verschiedene Symptome manifestieren. Es ist wichtig, diese Anzeichen zu erkennen, um rechtzeitig Maßnahmen ergreifen zu können. Hier sind einige Symptome, auf die du achten solltest:

  • Lethargie und Müdigkeit
  • Muskelschwäche oder Koordinationsprobleme
  • Verminderte Futteraufnahme
  • Veränderungen im Kot, wie beispielsweise Durchfall
  • Ungewöhnliches Verhalten oder Aggressivität

Tipps zur Vermeidung von Nebenwirkungen

Damit dein Pferd von den Vorteilen von Magnesium profitieren kann, ist es wichtig, Nebenwirkungen zu vermeiden. Hier sind einige Tipps, die dir dabei helfen:

Die korrekte Dosierung ist entscheidend

Sowohl ein Defizit als auch ein Überschuss an Mineralstoffen können die Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Fruchtbarkeit der Tiere beeinträchtigen. Schwankungen innerhalb bestimmter Grenzen können vom Körper ausgeglichen werden, jedoch sollte eine langfristige Unterversorgung unbedingt vermieden werden. Für weitere Informationen zur Dosierung von Magnesium für Pferde besuche unseren Artikel über Dosierung von Magnesium für Pferde.

Überwachung des Pferdezustands

Eine regelmäßige Überwachung des Zustands deines Pferdes ist unerlässlich, um potenzielle Nebenwirkungen von Magnesium frühzeitig zu erkennen. Achte auf Veränderungen im Verhalten, der Verdauung oder dem Allgemeinzustand deines Pferdes. Wenn du Anzeichen von Nebenwirkungen bemerkst, wie beispielsweise Durchfall oder eine verminderte Leistungsfähigkeit, solltest du die Dosierung überprüfen und gegebenenfalls deinen Tierarzt konsultieren.

Tierärztliche Beratung und Kontrolle

Bevor du deinem Pferd Magnesium verabreichst, ist es immer ratsam, dich von einem Tierarzt beraten zu lassen. Der Tierarzt kann den Magnesiumbedarf deines Pferdes einschätzen und dir bei der richtigen Dosierung helfen. Außerdem überwacht er den Gesundheitszustand deines Pferdes und kann bei Bedarf Anpassungen vornehmen. Regelmäßige Untersuchungen durch den Tierarzt sind wichtig, um sicherzustellen, dass dein Pferd optimal von der Magnesiumergänzung profitiert und Nebenwirkungen vermieden werden.

Alternative Quellen von Magnesium

Wenn es um die Versorgung von Pferden mit Magnesium geht, gibt es neben Ergänzungsfuttermitteln auch natürliche Quellen, die als Alternative dienen können. Diese können helfen, den Magnesiumbedarf des Pferdes auf natürliche Weise zu decken und gleichzeitig das Risiko von Nebenwirkungen zu verringern.

Natürliche Quellen von Magnesium für Pferde

Es gibt verschiedene natürliche Quellen von Magnesium, die in der Pferdefütterung berücksichtigt werden können. Dazu gehören:

  • Heu: Gutes Qualität Heu kann eine bedeutende Quelle von Magnesium sein. Die genaue Menge hängt von der Bodenbeschaffenheit und dem Anbauort des Heus ab. Es ist ratsam, das Heu auf seinen Magnesiumgehalt testen zu lassen, um sicherzustellen, dass es den Bedarf des Pferdes deckt.
  • Gras: Frisches Gras enthält ebenfalls Magnesium. Die Menge kann je nach Grasart, Wachstumsbedingungen und Jahreszeit variieren. Wenn das Pferd Zugang zu Weidegang hat, kann dies eine natürliche Quelle von Magnesium sein. Es ist jedoch wichtig, sicherzustellen, dass das Pferd nicht übermäßig viel Gras frisst, um das Risiko von Magenproblemen zu minimieren.
  • Minerallecksteine: Minerallecksteine, die speziell für Pferde entwickelt wurden, können eine ergänzende Quelle von Magnesium sein. Diese sollten in Absprache mit einem Tierarzt oder Pferdefutterberater verwendet werden, um sicherzustellen, dass sie den spezifischen Bedürfnissen des Pferdes entsprechen.

Ergänzungsfuttermittel mit Magnesium

Neben natürlichen Quellen kannst du den Magnesiumbedarf deines Pferdes auch durch die Zugabe spezieller Magnesiumpräparate decken. Diese Zusatzfuttermittel sind in verschiedenen Formen wie Pulver, Pellets oder Flüssigkeiten erhältlich.

Bevor du ein Magnesiumpräparat als Zusatzfutter verwendest, ist es wichtig, den spezifischen Magnesiumbedarf deines Pferdes zu kennen. Ein Tierarzt oder Pferdefutterexperte kann dir dabei helfen, den Bedarf deines Pferdes zu bestimmen und dir die geeignete Dosierungsempfehlung geben. Achte darauf, die Dosierung genau zu befolgen und regelmäßig den Zustand deines Pferdes zu überprüfen, um eine Überdosierung oder Unterdosierung zu vermeiden.

Die Auswahl der geeigneten Magnesiumquelle für dein Pferd hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter der individuelle Bedarf, dein Futterplan und die Verfügbarkeit natürlicher Quellen. Konsultiere immer einen Experten, um sicherzustellen, dass du die beste Entscheidung für die Gesundheit und das Wohlbefinden deines Pferdes triffst.

Diese Fragen stellen uns Kunden rund um das Thema: "Welche Nebenwirkung hat Magnesium für Pferde und wie kann sie vermieden werden"?

  1. Welches Magnesiumpräparat eignet sich am besten für Pferde?

Eine optimale Lösung besteht darin, eine Kombination aus Magnesiumbisglycinat und Magnesiumcitrat oder -oxid zu verwenden. So kannst du deinem Pferd beide Formen anbieten, was die Chance auf eine effektive Aufnahme durch den Körper erhöht.

  1. Welche Wirkung hat Magnesium auf Pferde?

Magnesium spielt eine entscheidende Rolle in der Muskulatur, im Nervensystem und in der Herzfunktion von Pferden. Es kann das Nervensystem und den Herz-Kreislauf-Bereich beruhigen und führt zu einer Entspannung der Muskulatur.

  1. Was passiert, wenn mein Pferd zu viel Magnesium bekommt?

Eine Überdosierung von Magnesium bei Pferden ist äußerst selten, wenn zusätzliches Magnesium verabreicht wird. Der Körper des Pferdes scheiden überschüssiges Magnesium normalerweise schnell über den Urin aus, was dazu führt, dass sich keine gefährlichen Mengen im Körper anreichern. Allerdings kann die Verabreichung hoher Dosen zu Durchfall führen.

     4. Wie kann man Pferden helfen, wenn sie Durchfall haben?

Wenn dein Pferd unter Durchfall leidet und ansonsten keine offensichtlichen gesundheitlichen Probleme hat, gibt es verschiedene Maßnahmen, die du ergreifen kannst. Stelle sicher, dass dein Pferd jederzeit Zugang zu frischem Wasser und hochwertigem Raufutter hat. Mash und Leinsamen können die Gesundheit der Darmschleimhaut fördern und eine gesunde Verdauung unterstützen.


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